Norwegen Winterferien | Die weiten Wege in einem Land der vielen Wanderer

Ein Kenner der skandinavischen Gepflogenheiten hat einmal behauptet, die Norweger würden mit einem Rucksack auf dem Rücken das Licht der Welt erblicken. Keine Frage: In kaum einer anderen Region Europas begegnen einem so viele Wanderer mit Rucksack wie zwischen dem stillen Oslo-Fjord und dem eisigen Hammerfest. Und es gibt dort viel zu erwandern - nicht nur im Sommer. Wer Norwegen im Winter bereist, der muss sich auf weite Wege einstellen, denn diese grosse Halbinsel hat erstaunliche Dimensionen. Die Strecke vom Nordkap bis Kristiansand entspricht der Distanz von Kristiansand bis knapp vor Sizilien. Übrigens halten sich auch die Kältegrade dank des milden Golfstroms in Grenzen - allein der Nordwind beschert hier und da rote Nasen.

Winterreisen in Norwegen | Kaminfeuer im Hotel und der Zauber der weissen Nächte

Also sollte man es bei Rundreisen in Norwegen mit dem genialen Komponisten Edward Grieg halten, der im vierten Akt seines Epos Peer Gynt empfahl: "Wir Volk vom Norden, wir verstehen uns durchzuschlagen. In den Wirren des Lebens kommt's auf dies nur an: Halt Dir die Ohren zu." Und damit meinte er vermutlich den Zauber der weissen Nächte in der kalten Jahreszeit. Der Norweger Grieg verstand sein schönes Land als "Schwelle zum Allerheiligsten". Und wer heute als Urlauber Norwegen im Winter erlebt, der wird zwischen den verschneiten Hügeln und an den romantischen Fjorden vielleicht zu sich selbst finden. So sind Ski-Wanderungen im Rondane Nationalpark oder im Dovrefjell-Gebirge ein ganz besonderes Erlebnis. Und wenn an den langen Abenden im behaglichen Hotel das Kaminfeuer brennt, wird einem Tag in Norwegen die Krone aufgesetzt.